2014/08/02

Die Nacht aufschreiben, sich etwas aufsagen bis es Wirklichkeit wird, Grenzübertretung als gleichbedeutend mit ihrer Verschiebung wahrnehmen. Nachmittags ins Wasser springen, jeden Tag jetzt, der See wird trüber, vielleicht kippt der Sommer. Sich in die Morgende stürzen wie in genau jenes Wasser, keinen Grund sehen, aber es trägt ja dennoch. Abends die Wärme des Tages durch die Venen pumpen wie Restglück. Überhaupt – nicht mehr wissen, ob alles derzeit großes Glück oder große Verzweiflung ist, immerschon den Verdacht gehabt haben, dass beides sich in der Intensität gleich anfühlt. Hauptsache etwas spüren, anti-cool sein, anti-abgefucked, also nicht tot. Sich jeden Tag für Leben entscheiden, soweit das geht, zappelig, unruhig, noch mehr Puppen in der Puppe. Einen Menschen treffen, der jede einzelne scheint auspacken zu wollen.

Nachts auf dem kühlen Steinbelag des Dachbodens liegend, hebt und senkt sich die Brust with many many beats per minute. Du atmest aus, ich atme ein.

Comments

  • […] “Hauptsache etwas spüren, anti-cool sein, anti-abgefucked, also nicht tot. Sich jeden Tag für Leben…“. Nicht genug Angst haben, um damit aufzuhören; viel zu viel Angst haben, damit aufzuhören. Veröffentlicht am 4. August 2014 Kategorie: Ton Kommentieren Name: wird benötigt […]

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