2016/02/08

It takes some time for everyone to settle down. The child tells a thousand stories before bedtime and once in bed remembers the most important things while lying down. When you lie flat on your back, perspectives shift. So, another thousand things come up – they need to be told until suddenly it’s quiet.
The big young dog wants to run and play before bedtime. It chases shadows and can probably see ghosts, sometimes it’s just cars driving by, painting the bedroom walls with light, but sometimes there really are ghosts. Ghosts are tricky, you cannot snap at them, you cannot chase them, but they are felt. The dog circles the bed a few times, looks at me, curls up and falls asleep. I envy the dog for the ability to fall asleep so easily.
The friend and the small old dog stay up longer. The friend usually has some programming to finish. He always makes promises to himself that he will not work late nights any longer, then a project does not go as planned and he breaks his promise. He has a daylight lamp, which has a blueish light, that feels cold to me but helps him stay awake. The small dog needs a walk later at night. I guess its job is to check for ghosts outside the house. After the walk, dog and friend have a snack and go to bed.
Then there are the bunnies who don’t really do human sleep hours, but even they stop roaming eventually.
When everyone is asleep, the child, the friend, the small dog, the big dog and the bunnies and the house is quiet, except for the old oil heating system which hums and crackles and the occasional distant car sound, a rooms opens up. It’s the quiet room, where I can sit and rest and think things I cannot fathom elsewhere. The room isn’t there, when I’m alone. It needs my affiliated family, their presence is like a distant, but solid embrace. When I’m alone, it’s wide spaces all around. In the quiet room I’m neither lost nor found.

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2016/02/07

Donnerstag, Freitag, Samstag

Verwandte Suchbegriffe oder “Willkommen zurück. Möchten Sie genau da weitermachen, wo Sie aufgehört haben?”
Ständiges Aushandeln zwischen reinpassen, sich passend machen, „Passepartout – Ich im Nu“. Wobei Anpassen der falsche Begriff ist, das falsche Bild, liegt das Problem doch viel mehr darin, dass Ichs mit und in der Welt werden (mit und in den discriminating algorithms if you will) anstatt dass ein zartes, revolutionäres Nicht-Ich in Anpassungsleitung gehen muss.
Immer diese Identitätslastigkeit, denke ich schon nicht mehr, sondern bewege, das Tanztraining wiederaufnehmend, wie ein Echo im Körper. In meiner Fantasie war ich in den letzten Monaten von Feen entführt in der Anderswelt, wo in allen Uhren analog die Sprungfeder fehlt. In der Realität jedoch hatte mich genau diese. Realität, Fürsorge, Geld erwerben, sich Zukünfte schreiben. In den Nächten kurze harte Träume wie frühe Musikvideos auf MTV Mitte der 1980er. Tagsüber müde, versuchsweise onlineoffline WeltWeltWelt. Mich wundern darüber, wie bereinigt viele Erzählungen sind; so, als lägen Verkaufbarkeitsfilter über allem und als schlügen die discriminating algorithms auch dort zu, wo sie es eigentlich gar nicht müssten. Müssen sie aber doch, die Berechenbarkeit kommt ja nicht aus den Maschinen, sondern eben auch aus den Menschen.
Exkurs natureculturemachines.
Aber immer auch die Anderen finden, die von dem erzählen, was nicht reinpasst ins stylesheet. Ich habe sehr großen Respekt vor Leuten, die alles UnMögliche überleben.

Passenderweise von einer Kommission nach den Brüchen im Lebenslauf gefragt werden. The absurdity of it all. Kritische Wissenschaftsforschung, feminist techno science – innerhalb von Arbeits- und Organisationsstrukturen, die auf Effizienz und Wettbewerb ausgerichtet sind. Dabei muss doch mit den Inhalten zwingend auch die Form geändert werden. Kranken an Konstitutionslogik. Krank an Konstitution. Allerorten, allerpersonen hat es „burn outs“, wenn auch schon andere Dinge nicht benannt werden. Zeit gibt es keine, außer bei den Feen. Stattdessen geistern Begriffe wie Selfcare, Selfhelp, Selfhack als entpolitisierte und individualisierte Rettung durch Netzwerke und Ichs.
Undress from the life you want to leave. As if.

Nachts Besuch vom Notarzt – nicht so schlimm, wie es klingt. Aber ich stecke auch nicht in der Haut der Person, die behandelt werden muss. Zwei Spritzen später, lassen die Symptome langsam nach. Der Arzt bringt Ruhe herein, trotz oder wegen der späten Stunde. Ein älterer Mann, der alle Fragen ausführlich beantwortet, die Bilder an der Wand sieht und fragt, wer denn hier im Haus male, und beim Abhören des Herzens lächelnd sagt, dass dieses links schlage. Später schläft niemand, außer Hund und Kind. Ich liege im dunklen Zimmer und denke, wie zerbrechlich doch alles ist. Von zerbrechlich zu Brüchen im Lebenslauf ist es nicht mehr weit.
It’s OK to not be OK.

2016/01/30

Der Körper kommt nicht so schnell in den Text wie auf den Boden.

Die Worte kommen nicht so schnell auf den Bildschirm wie der Körper auf den Boden.
Der Raum trägt aber und das Eis im Glas knackt.

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2016/01/27

Sea Lavender

Tanz: Éva Fahidi, Emese Cuhorka
Choreografie: Réka Szabo

Éva tanzt. Reportage von Karin Steinberger.

2015/10/22

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