2014/07/26

I am used to living in books. That is probably why it is hard for me, not to treat everybody like a storybook character. That is also, why I have more faith in letters than in fleshed out bodies.
I know, I have to leave some room for the realities, but I will not be blamed for the hardness of that. Writing a life is not easy, either. There are just a lot of different ways, never a way out.

(edit: Papercuts laughing at my desire to become fiction.)

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2014/07/25

( There’s something happening somewhere, baby, I just know that there is. )

everything is play and i still wonder, if anybody, anything can take me.
i’m going through the motions, i run while the grass is still wet in the morning and swim while no one is at the lake, except for the occasional older man with a dog.

das kind hält mich in der welt. manchmal tut es auch die wissenschaft, immer zeichen, nie bilder. ich höre springsteen songs und deute jede bewegung in mir.

am nachmittag war ich in der bibliothek um die bücher vor den großen ferien zurückzubringen. gerade jetzt, wo nicht klar ist, ob wir zurückkommen. die rezeptionistin sagte: “dann sind nun alle wieder da. oh warten sie, eines fehlt, die ‘warrior cats’.”
am abend sitze ich in der küche, das buch vor mir. ich will es nicht zurückgeben, obwohl es nur eine beliebige bibliotheksausgabe ist. ich denke an nachtelefonate mit u., der immernoch tot ist, und niemandem mehr vorlesen kann. ich weiß noch, wie er mir zum ersten mal von den warrior cats erzählte und dass er nicht mehr aufhören könne, sie zu lesen. jetzt tippe ich in den rechner und nichts kommt zurück. ich will vielleicht rotwein trinken, aber wahrscheinlich auch nicht. Ich möchte eine zustandsänderung, aber keine substanz. unvermittelt denke ich an einen krankenhausaufenthalt, wo mir kalte kochsalzlösung in die venen gespritzt wurde und es sich kurz anfühlte, als hätte ich einen neuen körper. und im gegensatz zu allen anderen dingen, die dann passierten, tat es nicht weh.

2014/07/24

Simulation

simulation

Sybille Krämer (2011): Simulation und Erkenntnis.
Über die Rolle computergenerierter Simulationen in den Wissenschaften.

2014/07/22

Im Hof sitzen, die Beine auf dem Tisch, die schwer sind und dann ganz leicht werden, bis sich das Holz eingräbt und ich sie nicht mehr spüre und die Position verlagern muss. (Genauso ist es auch mit den Umzügen.)
Zigarettenrauch der Nachbarn, die ich nie sehe, steigt über die Mauer. Immer nur der Rauch und die Nacht soll nicht enden, der Sommer soll nicht enden, und die Liebe auch nicht. Vom gleichen Wesen wie der Rauch sollen sie sein – leicht, aufsteigend und doch auch etwas kaputt und unlogisch, sich festsetzend und dennoch in Bewegung. Heiß werden, kalt werden, Übergänge.
Ich schließe die Augen und lege den Kopf noch etwas weiter in den Nacken. Überstrecken, bis zum Ziel und darüber hinaus schießen.

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2014/07/17

A.

Some nights, I check on you, as if you were still a baby. I can hear you breathing and moving in your sleep. I just hope, there are no zombies.
I notice the little tool-box beside your bed that contains a hammer, a screwdriver, a scraper and an ax. The other day, you showed me the ax before you went to bed: “See, I’m prepared. I’m going to fend off zombies with this.”
I said: “But the ax is made of plastic, it’s not real.” You answered: “Neither are the zombies.”
And I thought, that you are well prepared indeed – for life and for all those different realities that you will encounter. And you haven’t even read Foucault, Lacan or Butler. Maybe it is children’s tales that explain the relation between the symbolic order, materiality, discourse and power without ever using words like these.

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